
Von Dortmund über Dhaka, Jakarta bis Hanoi
Wo wir Plumploris schützen
Gemeinsam mit unseren internationalen Partnern setzen wir uns für den Schutz bedrohter Plumploris und ihrer Lebensräume ein. Unsere Projekte verbinden Rehabilitation, wissenschaftliche Forschung, Lebensraumschutz und Umweltbildung – mit dem Ziel, langfristige Perspektiven für Mensch und Natur zu schaffen.
Unsere Projektstandorte

Plumploris-Schutz in Deutschland
Der Plumploris e.V. hat seinen Sitz im Zoo Dortmund und engagiert sich von hier aus für den Schutz der bedrohten Plumploris.
Neben Vorträgen, Informationsständen und Bildungsarbeit unterstützt der Verein die Haltung und den Schutz von Plumploris in zoologischen Einrichtungen.
Mit den Zwergloris Flori und Marlene leben zudem zwei wichtige Botschaftertiere im Zoo Dortmund, die Besucherinnen und Besuchern die Bedrohung dieser Primaten näherbringen.


Umweltbildung

Botschafter für den Artenschutz

Vereinsarbeit
Von unserem Vereinssitz im Zoo Dortmund aus informieren wir über die Bedrohung von Plumploris und die Bedeutung ihres Schutzes. Mit Vorträgen, Informationsständen, Social-Media-Arbeit und Veranstaltungen machen wir auf die Herausforderungen aufmerksam, denen diese Primaten in ihrer Heimat ausgesetzt sind, und zeigen, wie jeder zum Artenschutz beitragen kann.
Im Zoo Dortmund leben mit Flori und Marlene zwei Zwergloris, die als Botschafter für ihre wildlebenden Artgenossen dienen. Ihre Geschichten helfen dabei, Besucherinnen und Besucher für Themen wie illegalen Wildtierhandel, Artenschutz und den verantwortungsvollen Umgang mit Wildtieren zu sensibilisieren. So entsteht eine direkte Verbindung zwischen den Menschen in Deutschland und den Schutzprojekten in Süd- und Südostasien.
Von Dortmund aus koordinieren wir unsere internationalen Projekte und arbeiten eng mit Zoos, Forschungseinrichtungen, Behörden und Naturschutzorganisationen zusammen. Darüber hinaus unterstützen wir Erhaltungszuchtprogramme der Plumplori-Arten und fördern den fachlichen Austausch zwischen Wissenschaft, Tierhaltung und Artenschutz.

Plumploris-Schutz in Bangladesch
Bangladesch ist eines der wichtigsten Projektländer des Vereins. Hier betreibt der Plumploris e.V. zwei Rehabilitationsstationen für beschlagnahmte und verwaiste Wildtiere und bereitet Bengalische Plumploris auf ein Leben in der Natur vor.
Darüber hinaus bauen wir Brücken, damit Plumploris Straßen sicher überqueren können, pflanzen Bäume, um Lebensraum wieder aufzuwerten, führen Umweltbildungsprogramme durch und erheben wissenschaftliche Daten zum Schutz der bedrohten Primaten.

Rehabilitationsstationen
In unseren Rehabilitationsstationen im Lawachara-Nationalpark und im Pittachhara-Wald nehmen wir beschlagnahmte und verwaiste Plumploris auf. Die Tiere werden medizinisch versorgt und auf ein selbstständiges Leben in der Natur vorbereitet und – wenn möglich – wieder ausgewildert. Auch nach ihrer Auswilderung begleiten wir ihre Entwicklung durch wissenschaftliches Monitoring, um den langfristigen Erfolg der Auswilderungen zu dokumentieren.

Forschung & Umweltbildung
Gemeinsam mit unserem Team vor Ort erforschen wir die Bestände wild lebender Plumploris und untersuchen Bedrohungen wie den illegalen Wildtierhandel. Gleichzeitig fördern wir Umweltbildungsprogramme an Schulen und arbeiten eng mit lokalen Gemeinden zusammen. So schaffen wir die Grundlage für langfristigen Artenschutz und stärken das Bewusstsein für den Schutz der heimischen Tierwelt.

Lebensraumschutz
Straßen, Siedlungen und landwirtschaftliche Flächen zerschneiden vielerorts die Lebensräume der Plumploris. Mit unseren Plumplori-Brücken verbinden wir getrennte Baumkronen wieder miteinander und ermöglichen den Tieren eine sichere Überquerung zum Beispiel über Straßen. Von diesen Maßnahmen profitieren nicht nur Plumploris, sondern auch zahlreiche weitere Säugetierarten, die die Brücken regelmäßig nutzen.
Plumploris-Schutz in Indonesien
Indonesien ist die Heimat von sieben der bis zu neun bekannten Plumplori-Arten. Auch in Indonesien sind Plumploris durch Lebensraumverlust und vor allem dem illegalen Wildtierhandel bedroht. Besonders kritisch ist die Situation des Java-Plumploris, der als „vom Aussterben bedroht“ gilt und zu den 25 gefährdetsten Primaten weltweit zählt.
Gemeinsam mit unseren Partnern engagieren wir uns deshalb für Forschung, Schutzmaßnahmen und die langfristige Sicherung der bedrohten Bestände des Java-Plumploris.


Prigen Conservation Breeding Ark (PCBA)
Zusammen mit dem Zoo Osnabrück und der Zoologischen Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz (ZGAP) arbeiten wir mit der Prigen Conservation Breeding Ark (PCBA) auf Java zusammen. Dort bauen wir eine Zuchtanlage für den vom Aussterben bedrohten Java-Plumplori sowie das seltene Sumatra-Kaninchen. Die Station bietet beschlagnahmten Tieren ein sicheres Zuhause und schafft wichtige Voraussetzungen für den langfristigen Erhalt der bedrohten Arten.

Little Fireface Project
Bei der Erforschung wildlebender Java-Plumploris unterstützen wir das Little Fireface Project auf der indonesischen Insel Java. Die nachtaktiven Primaten werden mithilfe von Senderhalsbändern und Wildkameras beobachtet, um mehr über ihr Verhalten, ihre Lebensweise und die Herausforderungen ihres Schutzes zu erfahren. Die gewonnenen Erkenntnisse helfen dabei, wirksame Schutzmaßnahmen für eine der seltensten Plumplori-Arten zu entwickeln.
