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Was sind Plumploris?

Plumploris sind Primaten und führen ein verborgenes Leben in den Wäldern Süd- und Südostasiens. Insgesamt werden, je nach Autor, bis zu  neun Arten unterschieden, Der Plumploris e.V. engagiert sich für den Bengalischen Plumplori, den Java-Plumplori und den Zwergplumplori, der mittlerweile als Zwerglori in eine eigene Gattung gestellt wird.

 

Die nachtaktiven Tiere verbringen den Großteil ihres Lebens in den Bäumen. Mit ihren großen Augen sind sie perfekt an das Leben in der Dunkelheit angepasst. Plumploris ernähren sich hauptsächlich von Baumsäften, Insekten und Nektar.

 

Trotz ihrer verborgenen Lebensweise gelten Plumploris als die am häufigsten illegal gehandelten Primaten der Welt. Der Fang für den Heimtierhandel, die Zerstörung ihrer Lebensräume sowie unsachgemäße Auswilderungen bedrohen ihre Bestände in vielen Regionen Asiens. Alle Arten gelten daher als bedroht.

Der Bengalische Plumplori

Der Bengalische Plumplori (Nycticebus bengalensis) ist die größte der bekannten Plumplori-Arten und in Süd- und Südostasien verbreitet. Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Indien aus über Bangladesch, Indien, Myanmar, Thailand, Laos und Kambodscha bis nach Vietnam.

 

Der Bengalische Plumplori gilt nach der Roten Liste Gefährdeter Arten der Weltnaturschutzunion (IUCN) als stark gefährdet (EN). Zu den größten Bedrohungen zählen der illegale Wildtierhandel sowie die Zerstörung und Fragmentierung seiner Lebensräume. Nachhaltige Schutzmaßnahmen, wissenschaftlich begleitete Rehabilitationsprogramme und umfassende Aufklärungsarbeit sind daher entscheidend für den langfristigen Erhalt dieser Primatenart.

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Der Java-Plumplori

Der Java-Plumplori (Nycticebus javanicus) ist ausschließlich auf der indonesischen Insel Java heimisch und zählt zu den am stärksten bedrohten Primaten der Welt. Die Weltnaturschutzunion (IUCN) stuft die Art als vom Aussterben bedroht (CR) ein. Zu den größten Bedrohungen zählen die Zerstörung ihres Lebensraums sowie der illegale Wildtierhandel.

 

Der Plumploris e.V. unterstützt das Little Fireface Project auf Java bei der Erforschung der Art. Unter der Leitung von Professorin Dr. Anna Nekaris werden wild lebende Java-Plumploris mittels Radiotelemetrie und Wildkameras beobachtet, um mehr über ihr Verhalten, ihre Lebensweise und ihre Bedürfnisse zu erfahren. Die gewonnenen Erkenntnisse tragen dazu bei, wirksame Schutzmaßnahmen für die bedrohte Art zu entwickeln.

Der Zwergplumplori

Die Zwergloris (Xanthonycticebus sp.) sind die kleinste bekannte Plumplori-Art und kommen in den Wäldern Vietnams, Laos’, Kambodschas und Südchinas vor. Mit einer Kopf-Rumpf-Länge von lediglich 18 bis 21 Zentimetern und einem Gewicht von 300 bis 600 Gramm passt ein ausgewachsenes Tier nahezu auf die Hand eines Menschen. 

 

Im Zoo Dortmund, wo der Plumploris e.V. seinen Sitz hat, leben mit Flori und Marlene zwei Zwergloris.

Flori wurde im Handgepäck nach Deutschland geschmuggelt und anschließend beschlagnahmt.

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Warum brauchen Plumploris unsere Hilfe?

Die Zwergloris im Zoo Dortmund

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Flori

Flori wurde vermutlich in einem Wald in China, Laos, Kambodscha oder Vietnam geboren. Als Jungtier wurde er in der Natur gefangen und nach Thailand geschmuggelt. Dort wurde er im Jahr 2015 von einem deutschen Touristen illegal erworben und anschließend  im Handgepäck nach Deutschland geschmuggelt und illegal gehalten.

Im Juni 2018 beschlagnahmte die Naturschutzbehörde der Stadt Leipzig den Zwerglori. Über den Plumploris e.V. wurde Flori schließlich im Oktober 2018 an den Zoo Dortmund vermittelt, wo der Verein seinen Sitz hat. Heute lebt er dort gemeinsam mit Zwerglori Marlene.

 

Floris Geschichte macht deutlich, dass hinter dem illegalen Wildtierhandel individuelle Schicksale stehen. Gleichzeitig zeigt sie, wie wichtig die Zusammenarbeit von Behörden, Zoos und Artenschutzorganisationen ist, um betroffenen Tieren eine gute Alternative zu bieten und über die Folgen des Wildtierhandels  aufzuklären.

Marlene

Zwerglori Marlene wurde am 6. Januar 2020 im Zoo Planckendael im belgischen Mechelen geboren und lebt seit November 2021 im Zoo Dortmund, dem Vereinssitz vom Plumploris e.V.. Im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms beziehungsweise EAZA-Ex-situ-Programme (EEP) koordiniert wird, wurde sie an den Zoo Dortmund vermittelt.

 

Gemeinsam mit ihrem Artgenossen Flori trägt Marlene dazu bei, Besucherinnen und Besucher für die Lebensweise und die Bedrohung von Plumploris zu sensibilisieren. Langfristig sollen Marlene und Flori im Rahmen des Erhaltungszuchtprogramms durch Nachwuchs zur Sicherung einer gesunden Reservepopulation beitragen.

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